Stufe 4 – Reaktionstypologie von Verlagen

„Herzlichen Glückwunsch. Sie haben eine wichtige Hürde genommen“, steht im Kapitel „ein Verlag signalisiert Interesse“ meines Schreibratgebers. Nach diversen Absagen war ich im Oktober auf dem Buchmesse Convent. Im Vergleich zur Frankfurter Buchmesse eher eine beschauliche Kleinveranstaltung für Fantasy und Science Fiction. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe dort mehrere Klein- und Kleinstverlage mit meinem Exposé und Probekapiteln beglückt. Die Reaktionstypologie kann in vier Klassen eingestuft werden:

1. Die klare Absage: „Science Fiction machen wir gar nicht“ oder „leider sind wir bis 2036 schon ausgebucht und danach gehe ich in Rente“. Insgesamt ist die Reaktion aber zumindest klar und eindeutig, insbesondere im Vergleich zur …

2.  Zwischenhölle der totalen Reaktionsverweigerung: Schon Wochen vor dem Besuch auf dem Convent hatte ich z.B. einen Verlag angeschrieben. Auf dem Convent sprach ich dann den Verleger an, ob die Mail überhaupt angekommen sei. „Kann ich nicht beantworten, schreiben Sie mir doch eine Email.“ Gesagt, getan – auch auf die Nachfrage gab es natürlich keine Reaktion.

3. Besser war da schon die Antwort einiger Verlage, die ich auf dem Con neu angesprochen hatte: „Rechnen Sie nicht vor 2012 mit einer Reaktion.“

4. Etwa eine Woche nach dem Buchmesse Convent meldete sich ein Kleinverleger bei mir und zerfetzte meine Probekapitel in der Luft. Er störte sich an physikalisch nicht möglichen Ereignissen, fragwürdigen Gedankengängen der Charaktere und verlangte generell eine starke Überarbeitung. Wenn ich allerdings dazu bereit wäre, könnte er sich vorstellen mit mir zusammenzuarbeiten. Ich griff zu meinen Schreibratgeber. Der warnte vor Verlagen, die einen mit überschwänglichem Lob überschütteten um ihn dann finanziell auszunehmen (Druckkostenzuschussverlag). Das war hier offensichtlich nicht der Fall. Insofern habe ich zugesagt.

Reserviert euch schon mal einen rechteckigen Platz unterm Weihnachtsbaum 2012!

3 Antworten

  1. Und? Die wichtigste Frage? Hörbuchrechte behalten?

    6. Dezember 2011 um 17:38

  2. Soweit sind wir ja noch nicht. Jetzt muss der Lektor sich erstmal das Manuskript angucken … dann wird ein Vertrag ausgehandelt, vermute ich – bin ja auch noch Anfänger in diesem Prozess!

    6. Dezember 2011 um 17:41

  3. JanT

    Sehr schön. Der Platz ist schon reserviert🙂

    Hoffentlich musst du nicht allzu viel Umstellen.

    7. Dezember 2011 um 11:57

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