Schreibratgeber

„Es kommt auf die Beats an!“, er nippte an seinem Whiskeyglas. „Monologe dürfen maximal drei Sätze am Stück dauern.“ Er zog an seiner Zigarette. „Ansonsten wird es langweilig. Fügen Sie dazwischen Handlung ein.“ Mit einer Rasierklinge schob er weißes Pulver zu einer Linie zusammen. „Aber vermeiden Sie Klischees!“

Durch die Lektüre zweier Schreibrategeber bin ich nicht zum Schreiben gekommen und habe es nun endgültig verlernt.

„Schreib den verdammten Roman!“ von Waldscheidt ist ein Meta-Anti-Ratgeber. Der Autor hat die Tipps aus diversen Schreibratgebern summiert, in ihr Gegenteil verkehrt und eine lustige Anleitung kreiert, wie man es auf gar keinen Fall machen sollte. Jedes Thema, das mir bisher begegnet ist wird, wenn auch meist nur kurz, angesprochen. Als Einstieg ins Schreiben völlig ungeeignet, aber für Fortgeschrittene empfehlenswert.

Auch Sol Stein gibt in seinem Buch „Aufzucht und Pflege eines Romans“ gute Tipps. Er betont insbesondere, dass der Autor sich in den Leser hineinversetzen muss: Welche Gefühle werden angesprochen? Welche Figur soll dem Leser sympathisch erscheinen? Ein bisschen zu oft nimmt er die Beispiele dafür aus seinen eigenen Büchern. Andererseits ist der Mann mittlerweile über Achtzig, so dass er natürlich einen Großteil der Weltliteratur persönlich geschrieben und lektoriert hat. Insgesamt lehrreich und abgerundet durch diverse Checklisten, was man z.B. schon bevor man mit dem Schreiben anfängt beachten sollte.

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