Doppelschicht im Weihnachtsstollen

Weihnachtswichtel Willi warf sich weinend zu Füßen des Vorabeiters: „Nicht die Doppelschicht, ich habe  Frau und Kinder, die unterm Weihnachtsbaum auf mich warten, es ist doch Heilig Abend!“ Aber das faltige Gesicht des Vorabeiters zeigte keinen Funken Mitleid: „Nein, die Loren fahren die Schokolade nicht alleine aus dem Weihnachtsstollen und die Zwerge von der Zeitarbeit sind raus.“ Erbarmungslos schob er Willi vor sich her in den Fahrstuhl, der sie hinunter in den 24-Lachter-Stollen brachte. Dort musste er mit den Erzengeln schufften. Er schob die schweren Loren in die Schächte und hackte die Schokolade aus dem Berg, die an dieser Stelle besonders hart war, da sie zu 80% aus Kakao bestand. Zuckerstaub brannte ihm in den Augen und nach kurzer Zeit war sein Mützchen von Schweiß und Zucker mit einer dicken Schicht weißem Guss bedeckt.

Wie wird es weitergehen? Wird Weihnachtswichtel Willi noch rechtzeitig zum Gänsebraten zu seiner Familie kommen oder wird der Vorabeiter ihn gnadenlos zur Doppelschicht zwingen?

3 Antworten

  1. Sven A.

    Natürlich wird der Vorarbeiter nach ca. 5 Minuten unter einen wichtigen Vorwand den Stollen verlassen. Üblicher weise Klingelt die Taschenschnurtelefonanalge und der Boss ist drann und er muss dann ganz schnell weg…..
    Ob der Wichtel auf den Gewerkschaftswichtel hört und sich im nächsten Jahr eine bessere Stelle sucht, eine wo man vom Stillsitzen Rückenschmerzen bekommt, mag ich nicht veraten.

    23. Dezember 2008 um 11:43

  2. Bob

    ja, man glaubt kaum, welch Martyrium sich hinter den freundlichen, lächelnden Gesichtern von Weihnachtsmännern- und Wichteln verbirgt. Solch Druck lastet auf ihnen.

    23. Dezember 2008 um 19:53

  3. Norma Jones

    Weihnachtswichtel Willi (=WWW) legt schuftenderweise den legendären Pfefferkuchenyeti frei. Der Yeti erwacht aus seinem jahrtausendelangen Zuckerschock und wird WWW’s bester Freund, da der ihm von seiner Wurststulle abgibt. Zu zweit bahnen sie sich einen Weg aus dem Stollen und machen sich bereit, WWW’s ärgsten Widersacher, dem VORARBEITER zu begegnen …

    23. Dezember 2008 um 20:36

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