Verloren in den Tunneln

Nach einem langen Arbeitstag kam ich heute im unterirdischen S-Bahnhof Harburg an und schlängelte mich an den üblichen Vagabunden vorbei, als ich eine Frau sah, die sich vor einem Plan des Tunnelsystems abwechselnd buchstäblich die Haare raufte und dann die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Sie stand am Ausgang an der Treppe der kurz vor dem Ausgang zu Marktkauf (ehemals Suba-Center) kommt. Sie sah so verzweifelt aus, dass ich mir ein Herz nahm und fragte, ob ich helfen könne. Sie meinte sie suche den Parkplatz. Erst dachte ich, sie meinte das Park & Ride Parkhaus bei der Post, aber da war sie schon gewesen. Dann fiel mir der Parkplatz vor dem Harburger Nicht-S-Bahnhof ein, war aber nicht fähig den Weg dorthin verbal zu artikulieren. Da ich vermeiden wollte, dass sie sich beim nächsten Fehlversuch vor den Zug wirft, brachte ich sie schließlich persönlich dorthin (1 Punkt auf der gute Taten Skala ;o)).

Ich selbst hatte mich jahrelang im Bahnhof Altona verlaufen (was die Frau überhaupt nicht verstehen konnte). Nicht weil der Bahnhof so komplex ist, sondern weil man auf 3-4 verschiedene Arten vom Hauptbahnhof ankommen kann: von Norden, von Süden und dann jeweils die eine oder andere Seite vom Gleis. Auch am Jungfernstieg verwirrten mich die vielen übereinandergelagerten Tunnel von U-Bahn und S-Bahn.

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