Nächsten Samstag: Konzert!

Autopanne – zur Generalprobe leider kein Gitarrist anwesend. Nicht untypisch für unsere Pokerrunde, pardon Band.

Insgesamt habe ich mich schon mal vorbereiteter gefühlt, aber das muss ja kein schlechtes Zeichen sein. Genau wie die sieben Spiegel, die mir gerade zerbrochen sind oder die schwarze Katze, die mich schon seit Tagen verfolgt.

Wer sich seelisch schon mal einstimmen will, kann das hiermit versuchen:

Los geht es um 20 Uhr in der Honigfabrik, Wilhelmsburg.

Hinzuweisen bleibt natürlich auf die hervorragenden Bands Horst Blank und die geilen Partyvirtuosen.

Und nun noch die Umfrage zum Auftritt:

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Verliebte Verrückte!

Dockville 2009 – zweiter Tag. Ankunft 14 Uhr, Affenhitze, in der Sonne nur mit Sombrero auszuhalten:

sombrero

Ich also gleich nach drinnen, ins Zelt. Dort spielte sich Malakoff Kowalski gerade „warm“. Grandioser Sänger mit markanter Stimme, da müsste man gar nicht die ganze Zeit versuchen Dezibelrekorde zu brechen…

An selber Stelle etwas später „Locas in Love“, für mich das Highlight des Tages. Die Band aus der Stadt, in der leckere Flocken hergestellt werden, zeichnen sich durch geniale Texte aus. Wo und wann sie spielen war ohne Standleitung ins Internet wieder schwer rauszukriegen. Orten und Zeiten wurden zweimal verschoben. Wer sie schließlich gefunden hatte, konnte sich glücklich schätzen! Die Band machte ihrem Namen (locas=Verrückte) ansonsten alle Ehre. Sie traten bei brütender Hitze im Saunazelt im Anzug auf. Außerdem hatten sie die Mikrofone viel zu hoch ;-) eingestellt:

locas

Abends landeten schließlich Aliens auf der Hauptbühne. Oder waren es Amerikaner?

mgmt

Das 15.000 Leute auf dem Gelände waren, spürte man abends an den langen Toilettenschlangen und beim Bierholen. 20 Minuten anstehen war doch recht mühevoll. Insofern am besten schon um 14 Uhr auf Pegel bringen ;-) .

Auf zum Endspurt: Der Sonntag kommt bestimmt, wenn er noch nicht da ist!

Dockville Story 2009

Ein Blick auf die Bandnamen die zum diesjährigen Dockville (14.-16. August) zugesagt haben inspirierte mich zu folgender Geschichte:

Auf dem mit Ketchupflecken übersähten Tisch der Frittenbude lag zwischen Pommesresten das HerrenmagazinSoap&Skin„. Auf der Titelseite prankte das Bild von Miss Li, die sich auf einem Kettcar räkelte. Horst fühlte sich unbeobachtet und blätterte zum Titelthema SUPER700.
„Verdammte Fickscheiße„, tönte es plötzlich aus einer dunklen Ecke des spärlich beleuchteten Bistros. Vor Schreck warf Horst beim Zuschlagen des Magazins fast einen Blumentopf um. Aus der Dunkelheit schlurfte jemand auf ihn zu. Das Licht der Neonröhre reflektierte blendend von der Gestalt, ihrem fettigen Nerzmantel, den pomadigen Haaren und der Halskette aus merkwürdig verzierten Steinen. Horst stierte den Mann an und fiel fast ins Coma . Der Geruch von tausend verrotteten Trashmonkeys wehte ihm entgegen.
„Was guckst Du so? Noch nie einen abgewrackten Penner gesehen? Ich bin Voltaire.“, er streckte Horst seine speckige  Hand entgegen. Seine Finger waren mit goldberingten Diamanten besetzt. Voltaire sah Horsts irritierten Blick. „Das ist Indian Jewelry, ich bin Nobelpenner. Meine Reaktion auf diesen Turbostaat, in dem Reichtum schön macht und die Erfolgreichen sich vom Mann auf der Straße abkapsel. Ich sage: Schluss mit dieser Extrawelt!“

Wie wird es weitergehen? Wird sich Horst Voltaires Sache anschließen? Wird er dem Staat die Stirn bieten? Wird er endlich sein 1/2 Hähnchen mit Pommes kriegen?

Erinnerungen ans Dockville 2008:

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Altwerden am Hafen

Am dritten Tag im Dockville waren Künstler und Bekünstelte merklich müde von den anstrengenden Tagen zuvor. Auch die Verstärker gaben reihenweise ihren Geist auf (Fotos (die Band)).

Ich habe den ganzen Tag über versucht die Tierchen aufzuspüren, die auf dem Gelände hin und herliefen und seltsame Geräusche von sich gaben. Insbesondere der Fliederwelsch soll sich hervorragend für Suppe eignen.

Fliederwelsch - für Suppe

Fliederwelsch - für Suppe

Leider ist er mir im letzten Moment immer wieder entwischt.

Heute ist mir zum Ersten Mal aufgefallen, dass die Dockarbeiter gegenüber vom Dockville versucht haben das Dockville nachzubauen. Für meinen Geschmack zuviel Beton, aber die nachts beleuchtete Kuppel auf dem höchsten Turm ist eine gute Idee.

Fälschung

Fälschung

Original

Original

Ansonsten war das Brot an diesem abend sehr fett! Ich kann zwar nicht verstehen, wie man zu einem Song wie „Emmanuela“ so ausrasten kann, aber die Jungs haben ja auch weit bessere Sachen im Repertoire.

Auch wenn man noch einiges verbessern kann (siehe z.B. auch hier) so hat mir das Dockville insgesamt doch gut gefallen und ich freue mich auf ein nächstes Mal.

Fest am Dock

Vor allem festes Schuhwerk sollte man zum Dockville mitbringen, am besten hohe Anglerstiefel, da man im Eingangsbereich bis zum Knie im Schlamm versinkt. Neu ist der Shuttle-Bus vom Wilhelmsburger Bahnhof. Für zwei Euro bekommt man die Hinfahrt und das Versprechen auf eine Rückfahrt. Als ich zurück wollte war aber weit und breit kein Bus zu sehen, der 13er von good old HVV kam dann doch etwas zuverlässiger, auch wenn man dorthin ein Stück gehen muss.

Musikalisch haben Johnossi und Tomte den Abend gestaltet. Johnossi besteht aus zwei Personen, klingt aber nach mehr – verblüffend. Einige Stücke waren ganz eingänglich, aber insgesamt nicht außergewöhnlich genug um sofort die CD-Sammelbestellung abzuschicken.
Tomte konnte sich mehr Personal leisten und hat mir musikalisch ziemlich gut gefallen. Wenn der Sänger zwischen den Stücken geschwiegen hätte, wäre es vielleicht noch besser geworden.

Insgesamt ein netter Abend, der Hoffnung auf mehr macht.

Wer ist dieser Mann?

Wer ist dieser Mann?

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