Doppelschicht im Weihnachtsstollen III

Und hier der berühmte letzte Teil des Kassenschlagers:

Wie von über einem Drittel der Leser schon vermutet, tauchte der Vorabeiter erst eine halbe Stunde vor Ende der ersten Schicht wieder auf. Er führte Willi in den Raum, in dem die Doppelschicht auf die 8-stöckige Weihnachtstorte aufgetragen werden musste. Die Torte würde von unten nach oben aus den Schichten Teig, Krokant, Teig, Karamel, der Doppelschicht Schokolade, Sahne und obendrauf  einer Schicht Wintererdbeeren bestehen. Die ersten Schichten waren schon aufgetragen. Ihnen kam gerade der Bergzwerg Zaratusstra entgegen, der über und über mit Krokant bedeckt war und irgendwas von „vielschichtiger Arbeit“ murmelte.  Auf der Torte selbst wälzte sich gerade ein Minen-Fraggle und trug das letzte Teil der Karamelschicht auf. Als Willi am Rand der Torte angekommen war stieg der Fraggle ab und begab sich, klebrige Fußstapfen hinterlassend, zum Duschraum.

Jetzt war Willi an der Reihe. Vor ihm standen zwei dampfende Töpfe mit heißer Schokolade. Wenn er sich jetzt wie vorgeschrieben in die Töpfe stürzen und danach auf der Torte rumwälzen würde, bräuchte er danach eine Dusche, die sich gewaschen hatte und würde bestimmt nicht pünktlich zum Heilig Abend bei seiner Frau Friede und den Kindern Knibble und Knobble sein können. Deswegen tat er wie der weise Wikinger Wikie ihm geraten hatte: Er sprang zuerst in einen Topf mit flüssiger Butter und dann in einen Behälter mit Mehl. Denn Wikie hat gesagt: „Ich hab’s. Meine Mutter Magdalena macht manchmal Marmeladenmarmorkuchen. Davor streicht sie die Backform mit Butter aus und tut Mehl darüber. Sie sagt, dann klebt der Kuchen nicht so an der Form.“

Nachdem Willi sich im Mehl gewälzt hatte, sprang er in die Schokolade und auf die Weihnachtstorte. In Windeseile rollte er sich darüberhinweg und hatte erst die erste und dann die zweite Schicht aufgetragen. Dann stürmte er zum Duschraum und in der Tat ließ sich die Schokolade und auch das Mehl leicht wieder abwaschen. Darunter blieb allerdings die Butterschicht an ihm haften und verlieh ihm ein weihnachtlich goldenes Glänzen. Der Vorarbeiter sah ihn an und Willie glaubte das Wort „schmieriger Typ“ aus seinem Munde vernommen zu haben, aber das war ihm jetzt egal. Er flutschte im wahrsten Sinne des Wortes am Vorarbeiter vorbei und in den Fahrstuhl.

So kam er rechtzeitig zum Gänsebraten nach Hause und die ganze Familie spielte noch bis spät in die Nacht Raving Rabbits TV-Party.

Und die Moral von der Geschichte?

Auf die Idee hätte er auch ohne Drogen kommen können.

Guten Rutsch!


Doppelschicht im Weihnachtsstollen II

Hier der zweite Teil des bekannten Fortsetzungsromans:

Weihnachtswichtel Willi wuchtete wahrhaftig weiche Waffelstücke. Die Lore war fast voll, als zur Mittagspause geläutet  wurde. Willi setzte sich zum weisen Wichtel Wikie um ihn um Rat zu fragen: „Wikie, ich soll nachher eine Doppelschicht machen, aber ich will pünktlich zu meiner Familie. Was kann ich tun?“ Wikie war wirklich weise. Einige nannten ihn das wandelnde Lexikon. Andere nannten ihn den weisen Wikinger, weil er einen seltsamen Helm mit Hörnern darauf trug. Wenn er überlegte, runzelte er die Stirn in tiefe Falten und fuhr sich mit dem Finger unter der Nase entlang und rief irgendwann: „ich hab’s!“. Was die meisten nicht wussten war, dass er den Finger vorher in seine Jackeninnentasche steckte, die randvoll mit Koks gefüllt war. So kam er schnell auf außergewöhnliche Einfälle. Auch dieses Mal. Als Willi seine Idee hörte, nickte er und sagte: „So werde ich es machen. Danke Wikie!“

Fortsetzung folgt natürlich ;-)

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Doppelschicht im Weihnachtsstollen

Weihnachtswichtel Willi warf sich weinend zu Füßen des Vorabeiters: „Nicht die Doppelschicht, ich habe  Frau und Kinder, die unterm Weihnachtsbaum auf mich warten, es ist doch Heilig Abend!“ Aber das faltige Gesicht des Vorabeiters zeigte keinen Funken Mitleid: „Nein, die Loren fahren die Schokolade nicht alleine aus dem Weihnachtsstollen und die Zwerge von der Zeitarbeit sind raus.“ Erbarmungslos schob er Willi vor sich her in den Fahrstuhl, der sie hinunter in den 24-Lachter-Stollen brachte. Dort musste er mit den Erzengeln schufften. Er schob die schweren Loren in die Schächte und hackte die Schokolade aus dem Berg, die an dieser Stelle besonders hart war, da sie zu 80% aus Kakao bestand. Zuckerstaub brannte ihm in den Augen und nach kurzer Zeit war sein Mützchen von Schweiß und Zucker mit einer dicken Schicht weißem Guss bedeckt.

Wie wird es weitergehen? Wird Weihnachtswichtel Willi noch rechtzeitig zum Gänsebraten zu seiner Familie kommen oder wird der Vorabeiter ihn gnadenlos zur Doppelschicht zwingen?