Helft der Zukunft: Wie werden Taschencomputer heißen?

Taschencomputer, PDA, Pocket PC, IPhone 3D??? Gerade bin ich mal wieder am Schreiben und grübel darüber, wie die superkleinen Computer im Jahre 2511 wohl genannt werden, die heutige Hochleistungsrechner locker übertreffen, trotzdem nur Scheckkartenformat haben und die jeder in seiner Westentasche mit sich rumträgt. Sie können gleichzeitig als Ausweis benutzt werden, haben extra-breitband-Internet-Zugang usw.

Wer hat einen guten Einfall? Es winkt ein Gratisexemplar, sobald ich den Roman fertig habe (müsste so circa 2011 der Fall sein ;-) ).

Eine Liste aus dem Netz folgt hier, aber so richtig glücklich bin ich damit noch nicht:

  • Personal Digital Assistant (or PDA)
  • Palm or Pocket PC
  • Handheld
  • Portable Media (used more for MP3 players)
  • Ultra Mobile PCs (UMPC)
  • Mobile Media Companion
  • Pocket PC Phone (or Palm Phone)
  • Ruggedized handheld

Die sechste Armee vor Stalingrad

„Es gibt keine Frauenromane. Gute Romane sind interessant für alle Geschlechter, wieviele es auch immer sein mögen. Genauso albern ist es Romane für Männer anzubieten. Da sieht man dann Bücher wie ‘die sechste Armee vor Stalingrad’. Es gibt ja noch ein paar Themen mehr, für die man sich als Mann interessiert, z.B. den Afrikafeldzug“, meinte unser Kursleiter heute.

In der Textbesprechung lernten wie folgendes: Nicht zuviele chronologische Sprünge. Sonst kommt man emotional nicht an die Haupfigur heran. Das konsequente Dranbleiben an der Hauptfigur kann man sich gut in Filmen von Alfred Hitchcock oder Oliver Stone abschauen.

Veröffentlichungen waren ein weiteres Thema der Stunde. Unser Leiter empfiehlt, sich eher an Agenten als direkt an Verlage zu wenden, da diese viel besser einschätzen können wo sie ein Buch wie anbieten und die Konditionen besser verhandeln können. Eine Liste von Agenten findet man z.B. bei Sandra Uschtrin (LINK). Auf zwei Punkte soll man bei einem Agenten achten:

  1. Er oder sie sollte keinen Pfennig Geld verlangen, bevor man als Autor nicht Geld bekommt.
  2. Auf die Frage „Wieviele Manuskripte nehmen sie an?“ sollte die Antwort nicht „alle“ lauten. Seriöse Agenten nehmen nur einen Bruchteil der angebotenen Manuskripte an!

Nimmt ein guter Agent ein Manuskript an, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass dieses bei einem Verlag vom unteren Bereich eines Manuskriptstapels auf einen besseren Platz rutscht. Insgesamt ist auch viel Glück dabei, dass das eigene Manuskript tatsächlich mal veröffentlicht wird – aber man kann ja träumen. Unser Leiter berichtete davon, dass eines seiner Bücher ins türkische übersetzt wurde: „Ich habe Zuhause ein Buch stehen, dass ich selber geschrieben habe, aber nicht lesen kann.“

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Bodenlose Unverschämtheit

Nach einigem Zögern hatte ich dem Schreibkurs vor Ostern das 1. Kapitel meines entstehenden Romans vorgelegt. Gestern gab es dazu Feedback von den Teilnehmern. Es ist ein komisches Gefühl eine Geschichte, an der man wochenlang gefeilt hat, schließlich fremden Leuten vorzustellen.

„Ich würde das Buch sofort kaufen … wenn es nicht mehr als 2,50 Euro kostet“, war mein Lieblingskommentar. Insgesamt war ich überrascht über die Ausführlichkeit des Feedbacks. Wir verbrachten die gesamten 1,5 Stunden nur mit meinem Text. Glücklicherweise waren sich alle einig, dass sie den Text spannend und sehr gut fanden, auch wenn viele gegenüber dem Genre vorbehalte hatten. Zitat einer Teilnehmerin: „Ach du Scheiße Science Fiction. Aber dann fand ich es sehr gut.“

Nach viel Lob stiegen wir dann in die „Kleinigkeiten“ ein, die ich noch verbessern könnte. Der Anfang des Kapitels handelt von einem rasanten Absturz. Hier wurden die teilweise noch zu lange Sätze bzw. Gedankengänge der Hauptperson kritisiert. Auch sprachlich konnte der Text noch der Geschwindigkeit der Situation besser angepasst werden, z.B. klang der Satz „Dann widmete sie sich wieder den Bordinstrumenten“ zu gemütlich.
Die Sprache der Hauptperson Ginger war an einigen Stellen inkonsistent. Zu ihrer meist schnoddrigen Art passten manche sehr ausformulierte Sätze nicht.

Wie von mir schon befürchtet hatte ich auch an einige Stellen den Lehrsatz „beschreiben nicht behaupten“ missachtet. Z.B. schrie die Formulierung „Tatsächlich entpuppte sich der leuchtende Punkt nach kurzer Zeit als näher kommendes Raumschiff.“ nach Meinung unseres Leiters nach szenenhaften Bebilderung. Er meinte schließlich auch, dass es eine „bodenlose Unverschämtheit“ sei, dass ich am Ende des Kapitels nicht verraten würde, was in dem silbernen Koffer ist.

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„jetzt wurde es sehr, sehr spannend“

Im Kapitel „beschreiben nicht benennen“ beschäftigten wir uns im diesmaligen Schreibkurs mit der Übung das Zentrum eines Textes nicht zu benennen: Geht es um einen kleinen Mann? Dann benutzt man nicht das Wort „klein“ oder sagt er war nur 1,42 m groß, sondern umschreibt diese Eigenschaft. Oder dreht sich ein Roman um die Rache eines Kapitäns an einem Wal, der ihm ein Bein abgebissen hat, dann vermeidet man Beschreibungen wie „der Kapitän verspürte große Rachegefühle und verfolgte den Wal eine halbe Ewigkeit“.

Warum? Die Erzählung wird durch Beschreibung der Auswirkung einer unbekannten und damit noch unbestimmten Sache spannender. Auch Vorwegnahmen sollte man deswegen sparsam einsetzen.

Gilt das immer? Nein. Vom Flug unserer Heldin Anna Gramm nach Kuala Lumpur ist wahrscheinlich nicht jede Flugminute einer Beschreibung würdig, wenn das zentrale Thema des Romans der Lebensraum der Seegurke ist, der von Anna untersucht wird. Es sei denn sie trifft auf dem Flug zufällig Andre Ass den berühmten Meereswissenschaftler und Experten für Sandlückenfauna.

Zentrale Punkte brauchen Szenen.

Die Übung bestand für uns schließlich darin die Liebe zwischen Paul und Tina zu beschreiben, ohne das Wort Liebe zu nennen. Wir hatten ca. 20 Minuten Zeit dies zu tun, für mich waren es allerdings gefühlte 3 Minuten, weswegen ich am Ende meines Textes eigentlich noch nicht so weit war, dass ich guten Gewissens hätte behaupten können, ich hätte das Thema nicht verfehlt. Aber lest selbst:

Paul stützte sich auf einen Felsen und wischte sich mit dem Ärmel den Schweiß aus dem Gesicht: „Ich hätte nicht gedacht, dass 10km so lang sein können!“

Tina lächelte: „Hier in den Hügeln kann man die Entfernung leicht unterschätzen.“

Paul sog die kristallklare Luft in seine Lungen und ließ seinen Blick schweifen. Im Westen lag der Berg mit der großen Fernsehantenne. Seltsam, dachte Paul, die Antenne lag doch vorhin im Osten!? „Bist Du sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind?“, fragte er. „Bin ich die Bergführerin oder du?“, antwortete Tina und wandte schnell ihr Gesicht ab. Paul versuchte mit dem Blick ihre Route zurückzuverfolgen. Er hatte sich mit Tina blendend unterhalten. Die bisherige Wanderung war wie im Flug vergangen. Wieviele Stunden waren es gewesen?`Paul schaute auf seine kaputte Taschenuhr. Tina hatte ausversehen einen Stein darauf fallen lassen. Komisch, die Sonne steht schon so tief. Das müssen doch mehr als drei Stunden Wanderung gewesen sein. „Sag mal wie spät ist es eigentlich?“, fragte er.

Tja, was ich so unter Liebe verstehe. Subtil, sicherlich, aber ihr habt die Zeichen der Liebe gewiss klar erkannt…

Wie wichtig ist Dir Deine Figur?

Was will Kurt? Ölbilder malen! Wenn er nicht gerade die Deutsche Bank leitet und 16 Stunden arbeitet.

Neben der Information, dass Balzac einmal 21 Kannen Kaffee an einem Tag getrunken hat, stand der Protagonist einer Geschichte dieses Mal noch stärker im Mittelpunkt meines Schreibkurses. Der Leiter meinte die Personen seien wichtiger als die Geschichte. Insofern sammelten wir erstmal, was man alles über eine Figur wissen muss, damit sie kein flacher „Aufsteller“ wird. Dabei macht die Angreifbarkeit und die Ambivalenz ihres Charakters eine Figur interessant. Ist sie nur stark oder nur schwach wirkt sie langweilig. Ein blutrünstiger Serienkiller, der auch seine guten Seiten hat, ist ungleich spannender. Hier die Checkliste:

  • Was will Kurt [nicht]? (Motivation)
  • Stärken <-> Schwächen
  • Ängste (-> durch Vergangenheit bedingt; wie geht er mit seinen Ängsten um? Verdrängt er sie?; Existenzangst)
  • Leidenschaften
  • Vorlieben/Abneigungen
  • Besondere Fähigkeiten
  • Macken; Komplexe
  • Sehnsüchte (Die Sache, die Kurt will und die Sache, die Kurt eigentlich will können zwei völlig unterschiedliche Dinge sein.)
  • Süchte (Koks, Sex, Telespiele)
  • Gesundheit/Krankheit
  • Zwangslage; Schicksalsschläge; extreme Veränderungen
  • Glaube
  • Geheimnisse
  • Exro-/Introvertiertheit
  • gesellig/eigenbrödlerisch
  • Toleranz
  • Weitsicht
  • Manieren; Umgangsformen
  • Stil

Dabei gilt wie immer, dass die Eigenarten der Figur in der Erzählung herauskommen, ohne dass man sie direkt ausspricht („Er hatte Agoraphobie“=pfui). Shakespeare soll ein Meister darin gewesen sein seine Figuren in 5-6 Sätzen zu charakterisieren.

Die Motive einer Person bestimmen ihr Handeln. Umgekehrt wird eine Szene wahrscheinlich schlecht, wenn dem Autor das Motiv des Handelnden unklar ist.

Als Objekt unserer Figurüberlegungen diente, wie bereits angedeutet, Kurt. Leider konnten wir nicht mehr klären, ob er neben seinen Bankgeschäften zu einer Geheimorganisation gehörte, die heimlich Truthähne frittierte oder ob seine rechte Augenbraue nervös zuckte, wenn er einen Fleck auf seiner Gabel entdeckte.

Die zweite Hälfte der Doppelstunde wurde Feedback für die erste eingereichte Geschichte verabreicht. Die  unvollendete Kurzgeschichte spielte in einer geschlossenen Anstalt.
„Es hat mich gestört, dass der Text traurig ist.“, meinte ein Teilnehmer. Desweiteren regte  ihn auf, dass die Hauptfigur von hinten mit einem kalten Strahl Wasser bespritzt wird: „Das ist ja unangenehm.“ Darauf hingewiesen, dass es sich um einen fiktiven Text handele, hatte er aber schnell ein Einsehen: „Achso, das ist Fantasie. Dann bin ich ja total rückständig!“

„Der Text steigt aus, wo es schwierig wird“, meinte der Leiter. In der Tat waren Stimmungswechsel der Hauptfigur immer sehr abrupt.

Die im Text auftauchende Krankenschwester war von der Autorin bewusst einfach und klischeehaft gehalten. Leider wurde sie dadurch „totlangweilig“. Nur weil etwas realistisch ist, muss es noch lange nicht interessant sein.

Was wäre, wenn…?

Zweiter Tag im Schrei[b]kurs.

Der Prozess des Schreibens ist
die Verwandlung einer abstrakten Idee
in einen konkreten, szenischen und sinnlich erfahrbaren Text.
Leider bleibt man oft unterwegs stecken.

Heute ging es vor allem um die Hauptfigur der Erzählung: Elise, geboren 1968, Bäckereifachverkäuferin in Afrika. Zur Einführung las der Leiter die ersten Sätze aus diversen Büchern vor (u.a. „Die Entdeckung der Langsamkeit“, „Schiffsmeldungen“, „Middlesex“).

Leiter: „Was muss ein Autor über seine Hauptfigur wissen? Am besten alles! Das Schöne ist, dass man es sich ausdenken kann. Man kann alles mit der Figur machen!“

Drei Ebenen einer Figur hatte ich schon mal aus dem Buch „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey kennengelernt:

  • soziologisch (Kindheit, Schule, Elternhaus)
  • physiologisch (Aussehen, Gewicht)
  • psychologisch (Stärken, Ängste etc.)

Im Kurs wurde der Blick der Figur auf die Welt betont und wie er aus diesen Perspektiven entsteht.

Eine oft benutzte Möglichkeit zum Konstruieren von Figuren ist eine normale Familie zu nehmen und dann die Was-wäre-wenn?-Frage zu stellen, also z.B. zu überlegen, was passieren würde, wenn die Familie mit extremer Gewalt konfrontiert würde.

Unser Leiter besorgt sich auch ein Foto von seinen Hauptpersonen. Er muss wirklich ein mächtiger Autor sein, dass sich seine Figuren so manifestieren ;-) .

Desweiteren sammelten wir Aspekte, die einen Roman lesenswert machen. Die Teilnehmer kamen auf folgende Liste:

  • innerer Konflikt
  • Spannung
  • überraschende Wendung
  • Identifikation
  • verschiedene Sichtweisen/Perspektiven/Blickwinkel
  • Klarheit (Text, Dialoge etc.)
  • Glaubhaftigkeit/Glaubwürdigkeit/Nachvollziehbarkeit
  • Leichtigkeit (Hemingway soll angeblich leicht schreiben)
  • Verstehbar (es gebe aber auch gute unverstehbare Bücher, z.B. „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami)
  • „gleichberechtigte“ Figuren
  • Höhen & Tiefen: Dramaturgie, Rhythmus
  • Starke Figuren, komplexe Beziehungen
  • Humor
  • Ironie (Das Schreckliche im Guten sehen und umgekehrt)
  • Emotionen
  • Sprache (halte ich persönlich ja für nicht so wichtig ;-) )

Schreiben und Lesen lassen

Endlich die Kinogutscheine fürs Abaton eingelöst: „Willkommen bei den Sch’tis“. Ein Franzose muss vom Süden Frankreichs in den gefürchteten Norden ziehen, von dem behauptet wird, dass einem dort die Zehen abfrieren und die Leute von so einfacher Natur sind, dass sie nichts anderes machen als den ganzen Tag zu saufen (erinnert an die Unterschiede zwischen Hamburgs Süden und Norden).  Wirklich spaßig. Lustiger als das 0:3 von St.Pauli gegen Fürth allemal. Trotz trockenem Wetter und Sonne war ich danach völlig durchgefroren.

Den Rest des Wochenendes auf die Stunde der Wahrheit vorbereitet: Ein Schreibkurs um meinen Roman fertigzustellen. Das erste Kapitel habe ich circa 10 Mal überarbeitet.

Schwarze Ziege der Wälder

Der Endgegner unserer Wochenendaktivität Arkham Horror hieß Shub-Niggurath, auch genannt die „Schwarze Ziege der Wälder“. Hier ein Bericht der Ereignisse:

Jacqueline Fine hatte einen langen Weg zurückgelegt um nach Arkham zu gelangen. Jetzt stand sie vor dem alten Antiquitätenladen, den sie in ihren Träumen gesehen hatte. Die Türglocke läutete geheimnisvoll als sie den Laden betrat. Groteske Masken hingen an den Wänden und die Regale waren über und über mit Gegenständen aus längst vergessenen Zeiten vollgestellt. Zielsicher ging sie durch die Räume auf eine kleine Truhe in der hintersten Ecke des Ladens zu, öffnete sie und entnahm ein uraltes Pergament. Sie entrollte es und tatsächlich war dort das uralte Zeichen aus ihren Träumen abgebildet. Für läppische 5$ kaufte sie es dem hutzeligen alten Ladenbesitzer ab. „Sie haben Glück, dass wir noch offen haben. In letzter Zeit passieren hier seltsame Dinge. Wenn das so weitergeht packen wir die Koffer und machen den Laden dicht.“ Auf ihrem Weg durch die Stadt dachte sie über die Worte nach, als sich plötzlich ein Mann in schwarzer Kutte mit den Worten „Seine Kinder sind zahllos“ auf sie stürzte. Zum Glück hatte sie mit so einem Angriff gerechnet und schaltete den eher lächerlich wirkenden Robenträger ohne Probleme aus. Der ist bestimmt aus dem Sanatorium entlaufen. Diese Stadt scheint viele Verrückte zu haben, so groß wie die Irrenanstalt hier ist…

Sie ging weiter durch die Straßen bis sie am Independence Square eine merkwürdige Tür in einem der Brunnen entdeckte. Seltsam, ich bin mir sicher, dass diese Tür noch nicht da war, als ich vorhin vom Bahnhof kam. Neugierig trat sie hindurch. Vor ihr tat sich eine große Halle auf, die unmöglich in den Sockel des Brunnens passen konnte. Sie wollte sich umdrehen, doch der Ausgang war verschwunden. Jetzt musste Jacqueline doch ein wenig schlucken. Wo bin ich? Sie wandelte an langen Regalen mit verstaubten Büchern vorbei. In der ansonsten absoluten Stille halten ihre Schritte wieder.

Schließlich ergriff sie ein Buch und klappte es auf. Ein seltsames Bild war darin abgebildet: Eine Person die ein Bild in der Hand hielt. Jacqueline betrachtete das Bild. Darauf war eine Person abgebildet, die ein Bild in der Hand hielt. Jacqueline betrachtete das Bild. Darauf war eine Person abgebildet, die ein Bild in der Hand hielt. Jacqueline betrachtete das Bild. Darauf war eine Person abgebildet, die ein Bild in der Hand hielt. Jacqueline betrachtete das Bild. Darauf war eine Person abgebildet, die ein Bild in der Hand hielt.

Jacqueline erschauderte, als sie bemerkte wie die Abbildung an ihrem Verstand zerrte. Sie hatte jetzt schon minutenlang auf die Abbildung gestarrt, ohne einen klaren Gedanken zu fassen. Erschreckt schlug sie das Buch zu und ging weiter durch die Halle, vorbei an weiteren endlosen Regalen mit Büchern. Sollte sie es wagen ein weiteres Buch aufzuschlagen? Schließlich überwog ihre unzähmbare Neugier und sie wählte ein eher kleines Buch auf dem ein Kelch abgebildet war. Das sieht doch harmlos genug aus. Diesmal blätterte sie die erste Seite auf und schaute nur ganz kurz drauf. Wunderbar, ein normaler lateinischer Text, da sollte mir mein Latinum helfen. Jacqueline fing an den Text zu übersetzen und arbeitete sich Seite für Seite durch das Buch. Es handelte sich offenbar um eine Art Zauberspruch um aus normalen magische Waffen zu machen. Wozu soll das nützlich sein?

Jacqueline schlug das Buch zu und blickte auf. Erst jetzt erkannte sie, dass sie an einer Außenwand der gigantischen Halle angelangt war. Eine Tür führte hindurch zu einer Art Platz. Ist das nicht das Arkham Sanatorium dort draußen? Sie ging durch die Tür und stand plötzlich wieder auf dem Independence Square. Der große Brunnen plätscherte hinter ihr, doch da war noch etwas anderes, dunkleres, das hier auf sie gewartet hatte.

<Fortsetzung folgt>

Zu heiß zum Schreiben

Eigentlich wollte ich mal richtig vorwärtskommen mit dem Science-Fiction-Roman, an dem ich gerade schreibe, aber der Rahmen meiner Möglichkeiten hatte heute eher Postkartenformat. Nachts falsch gelegen und die Schulter verspannt. Auch der morgendliche Lauf um die Außenmühle trug nicht zur Auflockerung bei. Die Hitze hat ihr übriges getan. Insofern waren die Errungenschafften des Tages ein Moca Laccino von Balzac und ein hart umkämpftes 1:1 im Billard, das wegen Rauchalarm nach 30 Minuten ein jähes Ende fand. Erstaunlich wie die Toleranzgrenze noch weiter abgesunken ist, nachdem ich mich an die Rauchfreiheit der Restaurants und Kneipen gewöhnt habe.

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