Why do you create these strong women characters?

Und hier als Vorbereitung auf das morgendliche Serenity-Charity-Screening die zugehörige Rede von Joss Whedon:

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Dollhouse

In dieser Stadt gibt es eine Einrichtung, in der man sich gegen viel Geld eine Frau (oder einen Mann) bestellen kann, die nicht nur alles macht was man von ihr will, sondern die ihre eigene Identität aufgibt um genau so zu sein, wie man sie sich wünscht.

Es handelt sich um das Dollhouse. Damit meine ich nicht das gleichnamige Etablissement in der Nähe der Hamburger Reeperbahn, sondern die dieses Jahr in den USA angelaufene Serie von Joss Whedon, dem Macher von Buffy, Angel, Firefly und Dr. Horrible.

Die sogenannten Dolls sind attraktive Männer und Frauen, die für alle möglichen Aufgaben programmiert werden. Sie können z.B. die Identität von Bankräubern, Sängern oder Drehbuchautoren annehmen. Nach jedem Einsatz wird ihr Gehirn resettet, so dass sie sich an nichts erinnern können. Dass das Ganze legal sei, behauptet niemand.

Während die ersten Folgen auf Wunsch von Fox Sexappeal und Action in den Vordergrund stellten, prägt sich nun die Entwicklung der Charaktere und der große Handlungsbogen stärker aus. Dadurch werden die Folgen laufend besser, da gerade letztere Punkte Joss Whedons Stärken sind. Wer Interesse hat, sollte auf jeden Fall bis Folge 6 dranbleiben, in der es eigentlich erst richtig losgeht.

Zuletzt eine Antwort auf die Frage, wie man die Serie überhaupt gucken kann, da sie ja gerade erst angelaufen ist und nicht jeder Zuhause Fox empfängt. Zum Glück werden alle Folgen etwa einen Tag nach der Ausstrahlung am Freitag im US-Store von ITunes für 2,99$ pro Stück angeboten. Mit den z.B. bei EBay erhältlichen Giftcards kann man auch ohne amerikanische Kreditkarte ein US-Store Konto eröffnen (Anleitung HIER). Danach kann man an jedem Ort der Welt Dollhouse gucken, an dem man ohne schlechtes Gewissen bestätigen kann, dass man sich auf US-Boden befindet.

8 Buchstaben für die Ewigkeit

Gefühlte zwanzig Jahre nach Erscheinen halte auch ich endlich die „Dr.Horrible“-DVD in Händen. In Deutschland steht die Platte nicht gerade an jeder Ladentheke rum. Es war aber möglich, sie über Thalia zu bestellen, wenn auch mit seeehr langer Wartezeit.

Ähnlich wie Monty Python Filme wird das Musical besser, je öfter man es sieht bzw. hört.

Besonders schön ist der Audiokommentar, der als eigenes Musical von den Darstellern und Machern eingesungen wurde. Meine persönlichen Hits:

  • „Nobody’s Asian in the Movies“, in dem eine der Autorinnen und Nebendarstellerin singt, dass sie als Asiatin keine Chance hat eine richtige Rolle zu kriegen: „BUT WHEN IT’S TIME TO CAST THE SHOW – DID THEY WANT SOMEBODY YELLOW – HELL NO“
  • „Ninja Ropes“, ein Stück über ein Spiel gleichen Namens, das die Schauspieler während der Dreharbeiten gespielt haben. Der Erschaffer des Spiels war sehr begeistert darüber und hat gleich einen Verweis auf die DVD verlinkt. (Link zum Spiel)
  • „Heart, Broken“ von Joss himself, der eigentlich immer behauptet hat, er könne nicht singen. Das Stück handelt davon, dass heutzutage alles zerpflückt und seziert wird, anstatt die Schönheit eines Gesamtwerks einfach zu genießen. „HOMER’S ODYSSEY WAS SWELL … HE TOLD THE TALE BUT DIDN’T TELL THE AUDIENCE WHY -
    HE DIDN’T SAY, HERE’S WHAT IT MEANS AND HERE’S A FEW DELETED SCENES – CHARYBDIS TESTED WELL WITH TEENS …“

Als Beigabe gibt es auch zehn Bewerbungen in die Evil League of Evil, leider ohne Cellyman. Allerdings wird unser Film in den Credits erwähnt und zwar im vorderen Bereich!

Also, wer noch kein Osterei für seine englischsprachigen und musikalischen Freunde hat… Dr.Horrible… very recommended!! Und Easter Eggs sind übrigens auch enthalten… ;-)

Joss Whedons 10 Tipps zum Drehbuchschreiben

Joss Whedon hat in einem Artikel von Catherine Bray im 4Talent magazine 10 Tips gegeben, wie man ein Drehbuch schreibt. Hier die zugegebner Maßen freie Übersetzung – Joss Original-Ton im Deutschen zu treffen fiel mir einfach zu schwer. Wer Englisch kann sollte bei Danny Stack das Original lesen. Ansonsten gelten die Tipps sicher auch für Diplomarbeiten, Romane usw.

1. Zum Schluss kommen
Joss empfiehlt erstmal bis zum Schluss zu schreiben, bevor man mittendrin an Kapiteln hängen bleibt, die noch nicht ganz perfekt sind. Viele seiner Freunde haben, nachdem sie zwei Drittel eines Drehbuchs fertig gestellt hatten, diese jahrelang umgeschrieben, ohne zum Ende zu kommen. Er gibt allerdings zu, dass letzteres auch nicht gerade eine leichte Aufgabe ist, aber ihre Erreichung sehr befreiend.

2. Struktur
Joss beschreibt sich als Strukturbesessenen. Er erstellt farbige Grafiken und Diagramme in denen er verschiedene Fragen beantwortet: Wo sind die Witze? Der Nervenkitzel? Liebesszenen? Wer weiß was und zu welchem Zeitpunkt? Man soll sich ausmalen wie das Publikum es erleben soll.

3. Man sollte was zu sagen haben
Sich selbst widerlegend meint Joss unter Punkt 3, dass dieser eigentlich der erste sein sollte. Die Anzahl Filme, die gar nicht von dem Handeln, was sie vorgeben zu tun sei erschütternd. Es sei selten einen Film mit einer Idee zu finden und keine Sammlung aus netten Versatzstücken.

4. Jeder hat einen Grund zu Leben
Jeder hat eine Perspektive und das sollte in allen Szenen berücksichtigt werden. Selbst für die kleinen Helfershelfer an der Seite des Oberbösewichts. Sie haben ihre eigene Stimme, Identität und Geschichte. Es entsteht kein Dialog, wenn jemand nur spricht um den Text eines anderen vorzubereiten. Nicht jeder Charakter muss witzig, aufgeweckt oder reizend sein und nicht jeder muss überhaupt etwas sagen, aber man muss wissen wer jemand ist, warum er dort ist, was er fühlt und tut und warum.

5. Bei Blockaden das Beste raus streichen
Ein Trick von Joss, wenn eine Story mal nicht funktionieren will, ist, die Szene oder Idee raus zu streichen, die man am meisten liebt. Das sei brutal, aber manchmal unvermeidbar und eine enorm befreiende Übung.

6. Zuhören
Die dümmste Person im Raum kann die beste Idee haben. Deswegen sollte man auf absolut jeden hören. Wenn Joss als Script-Doktor angeheuert wurde lag das meistens daran, dass irgendjemand eine Blockade hatte und die Leute um sich herum nicht mehr wahrgenommen hat.

7. Die Stimmung des Publikums verfolgen
Es gibt nur ein Ziel: das Publikum wirklich zu erreichen. Deswegen muss man laufend verfolgen, was das Publikum fühlt. Ein Autor sollte nicht nachträglich erklären müssen, was er mit einer Szene gemeint hat. Man muss im Sinne des Publikums denken.

8. Schreib einen Film
Dinge die abgefahren und aufwendig sind, sollten auch begeisternd geschildert werden. Unwichtige Dinge sollten kurz und bündig abgehandelt werden. Schon das Lesen sollte sich wie ein Film anfühlen. Das erspart später eine Menge Arbeit für einen selbst, den Director und die Filmbosse.

9. Nicht Zuhören
Widerspricht dieser Punkt Tip 6? Kein Problem, denn Joss meint, die besten Sachen kommen heraus, wenn jemand das System fickt (seine Worte). Das Unerwartete machen und die eigene, persönliche Stimme gegen eine Film-Produktionsmaschine durchsetzen, die tendenziell eher alles gleichmacht. Bei Firefly gab es einen Punkt, an dem das durchführende Network sich soweit von Joss Vorstellung abgewendet hatte, dass Joss abgebrochen hätte.

10. Keinen Ausverkauf machen.
Den ersten verdienten Cent hat Joss gespart, um danach niemals mehr einen Job anzunehmen, nur weil er musste. Allerdings könne man auch in allem etwas Gutes finden. Selbst in Waterworld oder Last Action Hero. In fast allen Filmen sei eine Idee. Wenn man etwas findet, das man liebt, kann man es machen. Wenn nicht betreibt man Unzucht, egal welche Skills man hat.

Dank nochmal an Catherine Bray für für die Erlaubnis das posten zu dürfen!

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Doublemeat Truthahn

Gerade eben die Buffy Folge mit dem Doublemeat Palace gesehen, sehr schön. Nach Joss Whedon die einzige Folge wegen der Sponsoren fast gekündigt hätten.

Viel appetitlicher als Fastfood ist natürlich frittierter Truthahn, der auf Europas einzigem jährlichen Truthahn-Frittier-Festival bei Toby auch dieses Jahr wieder sein Leben für die kulinarische Freude lassen muss. Leider dürfen nur unmusikalische Leute kommen, aber ich werde hier später berichten wie es war.

Wo ich gerade beim Fleischverzehr bin: Der Dönerladen im Hauptbahnhof (Tunnel zur Mönckebergstraße) ist einfach großartig und hat faire Preise: Döner Dürüm 3,20 Euro.

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