Wieder keine Konzertankündigung

Fast wäre aus einer kleinen Spielerei eine Konzertankündigung geworden. Die fetten Worte sind Songs von Why Date?:

Frank Schmitt ging in Harburg zum Arbeitsamt. Er hatte nur noch 5 Euro und ein paar Krokanten in einer roten Dose. Sein Portemonnaie und sein Kühlschrank waren leer.

„Haben Sie Erfahrung in der Reinigungsbranche?“ Ok, verdiente er halt seine Brötchen mit Putzdienst in einem Bürokomplex – Spätschicht. Beim Staubsaugen lernte er Bronco kennen, der ebenfalls abends arbeitete. Übrigens war er Vampir. Und schwer verschossen in Frank, er riss ihm den Müllbeutel aus der Hand und entführte ihn aufs Dach. Frank erklärte ihm, dass er im Stockwerk 11 noch die Türklinken polieren müsste. Bronco blieb am Boden zerstört, dass Frank ihm ein paar Klinken vorzog und blieb auf dem Dach zurück, wo er im Sonnenaufgang elendiglich verglühte. (copyright: normilla)

Nein, wir haben keinen Song namens „Bronco“!

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Die Kunst einen guten Dings zu schlumpfen

Wie verfasst man eine gute Bandbeschreibung?

Wie schreibt man eine Konzertankündigung?

Dies war für meine Band Why Date? die Frage der letzten Wochen. Hauptproblem: Wir wissen überhaupt nicht, in welche Stilrichtung wir einzuordnen ist. Da die Presse versäumte über unser erstes und einziges Konzert zu berichten, konnten wir auch nicht abschreiben. Einig waren wir uns nur, dass der Text, den wir zum ersten Konzert im Jahre 2005 verfasst hatten zu lang war:

Nicht verabreden – wichtiger Konzerttermin!

Die New Economy ist vorbei und als Andenken bleibt nur die eigene Arbeitslosigkeit. Man vertreibt sich die Zeit mit Rollenspiel, verdient sich ein kleines Zubrot beim Putzdienst oder streift nachts als Vampir durch die Straßen und saugt Leute aus, die noch frisch sind. Diesen Alltag vermittelt die Band Why Date am 15. Oktober in ihren Meisterwerken.

Mancher mag meinen wo sich geniale Begabung, musikalisches Talent und meisterhaftes Können zu einer virtuosen Melange zusammenfügen, sei jedem der Name Why Date mittlerweile präsent. Was lange nur ein Geheimtip unter Szeneprofis war, sei mittlerweile der Begriff für brilliante Musik-Performance schlechthin und man solle sich die einmalige Chance nicht entgehen lassen Why Date, die in einem langen, internationalen Bühnenleben stets die Nähe zum Publikum großgeschrieben hätten, in gemütlicher Club-Atmosphäre zu erleben.

Andere behaupten vier talentlose Akademiker spielten mit großer Leidenschaft Stücke, die niemand hören will und Harburg sei genau der richtige Ort dafür. Man sollte Why Date jedoch nicht vorschnell ihren unverbesserlichen Zweck-Pessimismus oder ihr musikalisches Ungeschick vorwerfen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sind Holger Hiob, JP Double-D, Witek und Theophilos durchaus bemüht. In ihrem vermutlich letzten Konzert spielen sie alle Stücke aus ihrem Album „Warum Verabreden?“. Die rockige Musik mit deutschen Texten kann der Harburger Schule zugeordnet werden. Wer Angst hat und kein Risiko eingehen will holt sich Hörproben von www.whydate.de ab.

Kündigen Sie ihre Wohnung, reißen Sie sich das letzte Hemd vom Leib und seien Sie für den horrenden Eintrittspreis von 300 Cent am 15.10.2005 ab 20 Uhr dabei. Gönnen sie sich dieses kosmische Ereignis im Harburger Freizeitzentrum Nöldekestraße. Selbst Beethoven wäre zu Tränen gerührt, aber er ist nicht eingeladen.

Man sieht es schon am ersten Buchstaben: Völlig veraltet, abgegriffen und keinerlei Interesse weckend. Wir begaben uns also auf einen Brainstormingmarathon, um etwas Sinnvolleres zu Stande zu bringen. An irgendeiner Stelle begannen wir Wortpaare mit W für Why und D für Date zusammenzustellen:

- Wohlüberlegte Dummheiten
- Wüste Dreckschleudern
- Wehrhafte Dichotomie
- Wankelnde Druiden
- Welcher Däne?
- Wahrheitsliebende Dichter
- Wahrheitshassende Denker
- Wundervolle Dilettanten
- Wirbellose Drillinstructors
- Wichtigtuerische Dorftrottel
- Wulstig Düster
- Wurst Darm
- Wahnsinnig Dämonisch
- Wahnsinnig Dämlich
- Warzig Dramatisch

Gefühlt brachte uns das etwa Null Meter weiter. Wie wir schließlich doch zu einer Lösung kamen berichte ich im nächsten Blog-Eintrag.

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Dockville Story 2009

Ein Blick auf die Bandnamen die zum diesjährigen Dockville (14.-16. August) zugesagt haben inspirierte mich zu folgender Geschichte:

Auf dem mit Ketchupflecken übersähten Tisch der Frittenbude lag zwischen Pommesresten das HerrenmagazinSoap&Skin„. Auf der Titelseite prankte das Bild von Miss Li, die sich auf einem Kettcar räkelte. Horst fühlte sich unbeobachtet und blätterte zum Titelthema SUPER700.
„Verdammte Fickscheiße„, tönte es plötzlich aus einer dunklen Ecke des spärlich beleuchteten Bistros. Vor Schreck warf Horst beim Zuschlagen des Magazins fast einen Blumentopf um. Aus der Dunkelheit schlurfte jemand auf ihn zu. Das Licht der Neonröhre reflektierte blendend von der Gestalt, ihrem fettigen Nerzmantel, den pomadigen Haaren und der Halskette aus merkwürdig verzierten Steinen. Horst stierte den Mann an und fiel fast ins Coma . Der Geruch von tausend verrotteten Trashmonkeys wehte ihm entgegen.
„Was guckst Du so? Noch nie einen abgewrackten Penner gesehen? Ich bin Voltaire.“, er streckte Horst seine speckige  Hand entgegen. Seine Finger waren mit goldberingten Diamanten besetzt. Voltaire sah Horsts irritierten Blick. „Das ist Indian Jewelry, ich bin Nobelpenner. Meine Reaktion auf diesen Turbostaat, in dem Reichtum schön macht und die Erfolgreichen sich vom Mann auf der Straße abkapsel. Ich sage: Schluss mit dieser Extrawelt!“

Wie wird es weitergehen? Wird sich Horst Voltaires Sache anschließen? Wird er dem Staat die Stirn bieten? Wird er endlich sein 1/2 Hähnchen mit Pommes kriegen?

Erinnerungen ans Dockville 2008:

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Schwupp und das Jahr ist vorbei…

Ja, hat den das Neue Jahr schon angefangen? Mensch, wie die Zeit vergeht. Nach dem Käsefondue zu Silvester konnte ich mich erst heute wieder dazu bewegen meinen Blog zu besuchen. Interessant was da so drinsteht ;-) .

Wie ist also die Jahresplanung für 2009? Witek meinte es wird das Jahr von „Why Date?“, als er seine Absage zur Bandprobe schickte. Ich selbst denke, dass dies das Jahr des Niedergangs wird, so wahr ich Hiob heiße. Die Finanzkrise ist erst der Anfang. Demnächst wird noch das Gas abgestellt und ich muss mit Bohlen heizen, zum Glück hat der ja mittlerweile einige Bücher rausgebracht. Zur Jahresmitte hin wird es schließlich aufgrund der Klimaerwärmung unangenehm heiß werden, so dass man es drinnen nicht mehr aushält.

Insofern wünsche ich allen Harburgern ein schönes Jahr.

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Violinia

Immernoch ganz benommen von der übertriebenen Anwesenheit auf der Bandprobe. Fünf Personen waren da, sind wir überhaupt soviele? Sabine hat ihre Violia.. äh Viole … pardon Bratsche mitgebracht, die wir die ganze Zeit als Geige bezeichneten. Wahrscheinlich hätte sie uns sofort eins mit der Viola übergezogen, wenn diese nicht schon 100 Jahre alt gewesen wäre (ist sie auch immernoch).
Die übrigen Instrumente mussten nun ganz leise spielen, damit wir den zarten Klängen des Streichinstruments lauschen konnten. Beim nächsten Mal bringe ich meinen alten Tonabnehmer für die akustische Gitarre mit. Den kann man bestimmt auch auf die Violine ups Bratsche kleben. Einfach Kaugummi druff und fertig ist die Laute.

Band ohne Namen und Instrumente

Gestern war es wieder soweit und die Band ohne Namen versuchte aufzutreten. Leider kamen sie diesmal wegen eines Polizeieinsatzes nicht an ihren Probenraum um die Instrumente abzuholen. Das regt natürlich die Kreativität an, was die Namensfindung angeht. Meine Vorschläge heute:

- Die Asketen

- B.O.N.U.I. (Band ohne Namen und Instrumente, gesprochen „Bonne Nuit„)

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Großartiges Konzert von (bitte Namen einfügen)

In Harburg tanzt der Bär bzw. musiziert. Wobei … möglicherweise wäre „der Bär“ vielleicht ein guter Bandname für die Band <ja wie denn nun>, die vormals Isolation hieß (www.pubkameraden.de). Auf jeden Fall war es ein Mordsspaß im rauchfreien Old Dubliners in der Harburger Lämmertwiete.

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Das Pentagramm hat fünf Ecken!

Fünf Musiker, sechs preferierte Musikstile: Vor der Sommerpause hat sich Why Date? noch mal aufgerafft und ist komplett erschienen. Fotobeweise gibt es natürlich nicht, weil jegliches Kameraobjektiv bei diesem Anblick sofort milchig wurde, aber Double-U hat einen akkustischen Mitschnitt gemacht. Letzteren können wir leider aus versicherungstechnischen Gründen hier auch nicht anbieten …

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