dockville schon vorbei

…und da sind die drei Tage auch schon wieder vorbei. Der letzte Tag hatte etwas familiäres. Viele der von weiter weg Angereisten machten sich schon tagsüber auf den Weg zurück nach Hause. Zurück blieben nur noch eine Handvoll Hamburger. Okay, eine große Hand voll. Dennoch fühlte sich der abendliche Auftritt von Kettcar heimelig an. Dass die Band von hier kommt und über die Landungsbrücken und Pinneberg singt trug seinen Teil dazu bei. Auf jeden Fall das Highlight des Tages und ein wunderbarer Ausklang.

dockville

Noch ein paar Worte zum Gelände. Die Atmossphäre ist einmalig. Besonders wenn die Sonne über den Rand der Scheibe wandert, treten die Kräne, Brücken und sonstigen Hafenanlagen malerisch in den Vordergrund. Nachts wurde diesmal der gegenüberliegende Speicher wunderbar angestrahlt.

zitze

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Verliebte Verrückte!

Dockville 2009 – zweiter Tag. Ankunft 14 Uhr, Affenhitze, in der Sonne nur mit Sombrero auszuhalten:

sombrero

Ich also gleich nach drinnen, ins Zelt. Dort spielte sich Malakoff Kowalski gerade „warm“. Grandioser Sänger mit markanter Stimme, da müsste man gar nicht die ganze Zeit versuchen Dezibelrekorde zu brechen…

An selber Stelle etwas später „Locas in Love“, für mich das Highlight des Tages. Die Band aus der Stadt, in der leckere Flocken hergestellt werden, zeichnen sich durch geniale Texte aus. Wo und wann sie spielen war ohne Standleitung ins Internet wieder schwer rauszukriegen. Orten und Zeiten wurden zweimal verschoben. Wer sie schließlich gefunden hatte, konnte sich glücklich schätzen! Die Band machte ihrem Namen (locas=Verrückte) ansonsten alle Ehre. Sie traten bei brütender Hitze im Saunazelt im Anzug auf. Außerdem hatten sie die Mikrofone viel zu hoch ;-) eingestellt:

locas

Abends landeten schließlich Aliens auf der Hauptbühne. Oder waren es Amerikaner?

mgmt

Das 15.000 Leute auf dem Gelände waren, spürte man abends an den langen Toilettenschlangen und beim Bierholen. 20 Minuten anstehen war doch recht mühevoll. Insofern am besten schon um 14 Uhr auf Pegel bringen ;-) .

Auf zum Endspurt: Der Sonntag kommt bestimmt, wenn er noch nicht da ist!

Ville am Dock 2009

Dockville 2009 – Erster Tag. Wir begannen mit Junopilot. Um 16 Uhr am Anfang leider noch nicht so gut besucht:

junopilot

Das tat der chilligen Musik keinen Abbruch. Die Stücke erinnerten z.T. nicht nur an Air, sondern wären auf einem Air-Album gar nicht aufgefallen. Besonders gut ließ sich die Musik auf einem der riesigen Holztiere genießen, die am Westrand des Geländes stehen. Auf dem Bild sieht man mich genau das tun, wer der Typ rechts ist, weiß ich nicht. Das Wetter war auf jeden Fall spitze.

tierisch

Direkt im Anschluss haben wir im Herrenmagazin geblättert. Die Band zeichnete sich durch wüste Beschimpfung ihres Mischers aus. Ansonsten schöne rockige deutsche Musik, sehr empfehlenswert.

Dann dümpelten wir ein wenig auf dem Gelände rum. Kulinarisch ist die Auswahl diesmal gut gelungen es gibt z.B. einen Burgerbräter, Wraps und einen Inder – die gebackenen Bananendinger von letzterem sind sehr lecker.

Einiges an Verwirrung hat die Informationsverbreitung gestiftet. Dass soap & skin ausfällt war nur auf elektronischem Wege rauszufinden. Das Papier-Infoboard blieb dagegen leer und auch auf irgendwelche Durchsagen lauschte man vergebens. So liefen dann einige auf dem Gelände irritiert hin und her. Die sichersten Informationen kamen über twitter.

Sehr beeindruckend die Studie zum Thema Pfanddisziplin: Es gab generell überall nur Plastikbecher. Auf die durchsichtigen gab es Pfand und auf die weißen nicht. Das führte dazu, dass überall zertrampelte weiße Becher herumlagen. Warum weiß der Himmel ;-) . Zum Glück ließen die Fans von Mediengruppe Telekommander eine große Mülltone über ihren Köpfen kreisen (stagediven ohne stage?).

Auf zu Tag zwei. Nicht die Änderung für heute vergessen:

Locas in Love: 16:00 (große Bühne)
Crystal Antlers: 17:40 (kleine Bühne)

Dockville Story 2009

Ein Blick auf die Bandnamen die zum diesjährigen Dockville (14.-16. August) zugesagt haben inspirierte mich zu folgender Geschichte:

Auf dem mit Ketchupflecken übersähten Tisch der Frittenbude lag zwischen Pommesresten das HerrenmagazinSoap&Skin„. Auf der Titelseite prankte das Bild von Miss Li, die sich auf einem Kettcar räkelte. Horst fühlte sich unbeobachtet und blätterte zum Titelthema SUPER700.
„Verdammte Fickscheiße„, tönte es plötzlich aus einer dunklen Ecke des spärlich beleuchteten Bistros. Vor Schreck warf Horst beim Zuschlagen des Magazins fast einen Blumentopf um. Aus der Dunkelheit schlurfte jemand auf ihn zu. Das Licht der Neonröhre reflektierte blendend von der Gestalt, ihrem fettigen Nerzmantel, den pomadigen Haaren und der Halskette aus merkwürdig verzierten Steinen. Horst stierte den Mann an und fiel fast ins Coma . Der Geruch von tausend verrotteten Trashmonkeys wehte ihm entgegen.
„Was guckst Du so? Noch nie einen abgewrackten Penner gesehen? Ich bin Voltaire.“, er streckte Horst seine speckige  Hand entgegen. Seine Finger waren mit goldberingten Diamanten besetzt. Voltaire sah Horsts irritierten Blick. „Das ist Indian Jewelry, ich bin Nobelpenner. Meine Reaktion auf diesen Turbostaat, in dem Reichtum schön macht und die Erfolgreichen sich vom Mann auf der Straße abkapsel. Ich sage: Schluss mit dieser Extrawelt!“

Wie wird es weitergehen? Wird sich Horst Voltaires Sache anschließen? Wird er dem Staat die Stirn bieten? Wird er endlich sein 1/2 Hähnchen mit Pommes kriegen?

Erinnerungen ans Dockville 2008:

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Das „Why Date?“-Jahr…

Da 2009 ja von offizieller Seite zum Why Date?-Jahr erklärt wurde diskutiert die Band laufend darüber ob wir lieber in New York, Sprötze oder Peking als erstes auftreten sollten. Auch über die drei Stücke aus unserem umfangreichen Repertoire, die wir bis dahin möglichst fehlerfrei beherrschen wollen besteht Unklarheit. Witek meint wir sollten zwei schnelle Stücke und ein langsames spielen, z.B.

  • „Harburg“: Der ultimative Harburg-Song (mittlere Geschwindigkeit, ziemlich hoher Refrain, zweite Stimme noch teilweise unklar)
  • „Sehnsucht“: Meine imaginäre Titelmelodie zum nächsten Schimanski-Tatort (auch eher schnell, zweite Stimme noch unklar, evt. Bratschenbegleitung)
  • „Rote Dose“: Ein Lied über die Liebe mit Blockflötensolo. (Ganz großes Tennis. Die Kritiker meintem beim letzten Mal, dass die erste Strophe ganz nett sei.)

Es wurde diskutiert, ob wir, wenn wie doch erst in Harburg auftreten vielleicht besser das Stück „Arbeitsamt“ spielen sollten, das noch aus der Zeit stammt, als der Laden sich noch keinen neuen Anstrich mit der Bezeichung Agentur gab. Die Arbeitslosenquote ist weiterhin hoch, aber die Tendenz zeigt zumindest gerade nach unten: link.

Weitere Alternativen sind „Frank Schmitt“, „Studieren“ und der Song, den ich gerne als nächstes schreiben möchte: „Wie man im Lotto gewinnt und dann in Saus und Braus lebt.“

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