Die ein Becher seiende Tasse

Zum Zweiten Mal gab es Feedback zu meinem Roman. Diesmal hatte ich dem Schreibkurs 17 Seiten mitgegeben. Endlich gab es mal vernichtende Kritik. Der Vorwurf zu viele Partizipien zu verwenden, traf mich besonders hart, weil ich die Dinger gar nicht kannte. Anscheinend hatte ich bei ihrer Besprechung im Deutschunterricht nicht partizipiert. Aber zum Glück gibt es Wikipedia:

Ein Partizip ist eine infinite Verbform. Die Bezeichnung deutet auf die Teilhabe an den Eigenschaften sowohl von Adjektiven als auch von Verben hin.

Soweit so unverständlich, aber die Beispiele haben es dann klarer gemacht:

  1. Rathausdeutsch: „Er warf das Halbe Hähnchen in die neben ihm stehende Friteuse.“
  2. Viel besser: „Er stand neben dem Frittierkessel und ließ den ganzen Truthahn vorsichtig hinein sinken.“
  1. Beamtenlaufbahn: „Die nach der Akte greifende Hand war stark behaart.“
  2. Spitzenromanautor: „Die Hand, die nach der Akte griff, war stark behaart.“

Auch das Wort „stattdessen“ wurde mir verboten, stattdessen solle ich lieber weniger formal schreiben. Nahe liegend!

Weitere Erkenntnisse:

  • Unser Kursleiter kannte das Spiel Tetris nicht. Diesem Umstand konnte aber schnell mithilfe eines Handys abgeholfen werden.
  • Auch wenn beides rund ist und einen Henkel hat, darf das Wort Tasse nicht alternativ zum Wort Becher verwendet werden. Schade eigentlich.

Außerdem waren alle empört, dass ich nicht verraten habe, was in dem silbernen Koffer ist.

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Mit dem Fesselballon in den Marianengraben

Während ich asbestverseuchte Steine aus der Berliner Mauer klopfte, trampte der „Fridgeman“ Tony Hawks gerade mit seinem Kühlschrank durch Irland (Nicht verwechseln mit dem „Birdman“ Tony Hawk). Gleich zu Beginn seiner Tramptour kriegt ein irischer Radiosender von der Sache Wind und ruft das ganze Land dazu auf Tony mitzunehmen. Die Hilfsbereitschaft der Iren nimmt darauf absurdeste Formen an. Anrufe beim Verteidigungsministerium um Tony und seinen Kühlschrank per Hubschrauber nach Tory Island zu transportieren, eine Surftour mit dem Kühlschrank, sowie dessen offizielle Taufe und Segnung sind nur Beispiele. Das Buch besticht durch die humorvollen Einsichten und kreativen Ideen des Autors, der sein Geld ansonsten als Komiker verdient.

Die Initialzündung für das Kühlschrank-Buch, sowie die Folge-Bücher von Hawks, gaben dabei jeweils Wetten. Nur sein letztes Buch scheint ausnahmsweise nicht auf einer Wette zu basieren, knüpft aber dennoch thematisch an sein Debüt an: „Mit dem Piano in die Pyrenäen“. Auch das aktuellste Projekt auf seiner Homepage klingt vielversprechend: “The Fridge-hiker’s Guide To Life”

Tony Hawks 1989: “Mit dem Kühlschrank durch Irland” (Round Ireland with a fridge)

The “Inner Circle”

Moin,

der zweite Teil des Schreibkurses hat begonnen. Vom Kursleiter “Inner Circle” getauft, schwebt nun der Hauch des elitären über unserer Runde. Es sind allerdings dieselben Leute dabei. Einzige Zugangsbeschränkung war, dass keine neuen Leute dazustoßen sollten (was natürlich doch geschah).

In den ersten beiden Geschichten stand mal wieder die Perspektive im Vordergrund der Diskussion. Bei der ersten Autorin vor allem wegen der völligen Ignoranz ihr gegenüber. Der Text sprang munter zwischen der Gedankenwelt der verschiedenen Personen hin und her, so dass man völlig durcheinanderkam wer für wen jetzt eigentlich gutaussehend oder abstoßen war.

Der zweite Text war aus Sicht “der Musik” geschrieben und benutzte eine verschwurbelte bzw. für mich zumindest ungewohnte Du-Perspektive, in der “die Musik” das Leben zweier musikalischer Menschen betrachtete. Faszinierende Idee mit sehr vielen schönen Beschreibungen, aber für einfache Menschen wie mich ein wenig zu intellektuell.

Kalt es ist

Zurück aus Dänemark und habe gerade die Heizung wieder angestellt. Dazu gibt es frostige Musik:

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Vorupør

sonnenuntergang

Gebackene Bohnen, der Lecker-Wahnsinn!!

Braucht viel Zeit. Zutaten:

  • 500g weiße Bohnen
  • Salz
  • 150g brauner Zucker
  • 1 TL Senfpulver
  • ¼ Tasse brauner Sirup
  • 300g durchwachsener Speck
  • 1 Zwiebel

Prozess:

  1. Bohnen 8 Stunden in 2l Wasser einweichen
  2. Bohnen in ein Gefäß abgießen.
  3. ½ Liter der Flüssigkeit mit Zucker, Senfpulver und Sirup mischen
  4. Hälfte des Specks in Scheiben schneiden, den Rest würfeln
  5. Zwiebel in Scheiben schneiden
  6. Bohnen mit Zuckermatsch, Speckwürfeln und Zwiebelscheiben mischen und in eine feuerfeste Form mit Deckel geben
  7. Mit Speckscheiben belegen und zugedeckt im Ofen bei 150° ca. 5 Stunden backen.
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Frikadellen nach Oma (Organisatorisch Militärischer Abschirmdienst)

Da meine handgeschriebenen Zettel langsam zerfleddern muss ich meine Rezepte woanders festhalten:

4 Frikadellen:

  • ½ Pfund Mischhack (Das sind 250 Gramm)
  • 1 altes Brötchen
  • Pfeffer
  • Salz
  • Ein Ei
  • 1 große Zwiebel
  • Ein bisschen geriebene Semmel

Alles zusammenmanschen und gut durchkneten. Dann zu Frikadellen formen. Achtung: Frikadellen nicht zu heiß anbraten, sonst garen sie nicht richtig durch bzw. werden zu trocken.

Guten Appetit!

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Museum für Kunst und Gewerbe

Vatertag im Museum verbracht. Nachdem wir durch die Saul Steinberg und Loriot-Ausstellungen geschlendert waren noch ins Kinderreich gegangen. Dort kann man Trickfilme drehen:

Dort gab es auch eine Lichtwand für Schattenspiele, das Internet als Spielzeugeisenbahn und vieles mehr. In einer Ecke konnte man sich bzw. zahlreiche Gegenstände drapieren und von oben fotografieren lassen. Die Fotos erinnerten mich an folgendes Video:

Leider darf man sich als Erwachsener normalerweise nur im blauen Bereich aufhalten, aber der Glanz in unseren Augen wirkte wahrscheinlich kindlich genug…

La Sal, Kontrastkneipe im Harburger Phoenix-Viertel!

Nette Menschen verlassen eine freundliche Restaurantkneipe. Diese ist von Außen gut einsehbar, so dass man die edle Innenausstattung erkennt. Die alte Theke ist schön wieder hergerichtet und erinnert an einen Irish Pub. Einladend!

Sind wir in der Lämmertwiete? Nein, man traut seinen Augen kaum: Es ist das Phoenix-Viertel.

Gleich um die Ecke liegt das was man hier eigentlich erwartet: Versiffte Gestalten kommen aus mit Plastikfolie zugeklebten Saufhöhlen.

Nicht so im La Sal, das gestern an der Wilstorfer Str.88 eröffnet hat. Im hinteren Bereich der Kneipe laufen alte schwarz-weiße Stummfilme. Der neue Besitzer hat außerdem in eine Küche investiert, so dass man auch eine Kleinigkeit essen kann. Wer sich bisher von den Absteigen in der Wilstorfer Straße eher abgestoßen fühlte, sollte hier unbedingt mal reinschauen.

Mysteriöser Anruf

Soeben erhielt ich einen Anruf von Horst Blank:

Der Anruf

Ich bin nicht ganz sicher ob der Seriösität dieses Anrufs. Es geht offensichtlich um eine Art Auftritt. Mit Horst Blank und einer Band namens White Date oder so..? Ich weiß ja nicht. Das mit dem Fußgeld wiederum klingt seriös, oder müsste es Fersengeld heißen?

Verlockendes Angebot auf jeden Fall, ich werde gleich mal ein paar Kumpels von mir fragen, ob sie Lust hätten Musik zu machen.

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