Zum Zweiten Mal gab es Feedback zu meinem Roman. Diesmal hatte ich dem Schreibkurs 17 Seiten mitgegeben. Endlich gab es mal vernichtende Kritik. Der Vorwurf zu viele Partizipien zu verwenden, traf mich besonders hart, weil ich die Dinger gar nicht kannte. Anscheinend hatte ich bei ihrer Besprechung im Deutschunterricht nicht partizipiert. Aber zum Glück gibt es Wikipedia:
Ein Partizip ist eine infinite Verbform. Die Bezeichnung deutet auf die Teilhabe an den Eigenschaften sowohl von Adjektiven als auch von Verben hin.
Soweit so unverständlich, aber die Beispiele haben es dann klarer gemacht:
- Rathausdeutsch: „Er warf das Halbe Hähnchen in die neben ihm stehende Friteuse.“
- Viel besser: „Er stand neben dem Frittierkessel und ließ den ganzen Truthahn vorsichtig hinein sinken.“
- Beamtenlaufbahn: „Die nach der Akte greifende Hand war stark behaart.“
- Spitzenromanautor: „Die Hand, die nach der Akte griff, war stark behaart.“
Auch das Wort „stattdessen“ wurde mir verboten, stattdessen solle ich lieber weniger formal schreiben. Nahe liegend!
Weitere Erkenntnisse:
- Unser Kursleiter kannte das Spiel Tetris nicht. Diesem Umstand konnte aber schnell mithilfe eines Handys abgeholfen werden.
- Auch wenn beides rund ist und einen Henkel hat, darf das Wort Tasse nicht alternativ zum Wort Becher verwendet werden. Schade eigentlich.
Außerdem waren alle empört, dass ich nicht verraten habe, was in dem silbernen Koffer ist.
